Die Rückkehr der „Bench for Two“

Innenraum, 15.01.26
HOLZMAGAZIN Redaktion
Es gibt Möbel, die mehr sind als Gebrauchsgegenstände. Sie erzählen Geschichten, schaffen Räume für Nähe und laden zum Innehalten ein. Nanna Ditzels „Bench for Two“ gehört zu diesen seltenen Stücken.

1989 erstmals vorgestellt, wirkt sie heute aktueller denn je – eine Bank, die nicht nur Platz bietet, sondern eine Haltung verkörpert: Offenheit, Dialog, Mut zur Form.

Die zwei Sitze neigen sich sanft zueinander, als wollten sie ein Gespräch beginnen. Die Rückenlehne, durchzogen von konzentrischen Kreisen und einem markanten Punkt, ist grafisches Statement und poetische Geste zugleich. Ditzel entwarf sie spontan – ein Strich, ein Gedanke, der sich in Holz verewigte. Das Ergebnis: ein Möbel, das wie eine Skulptur wirkt, aber den Alltag bereichert.

Mit der Neuauflage bringt Fredericia die Bank in vier Varianten zurück: klassisch in Schwarz mit rotem Punkt und neu in Rot, Gelb und Pink. Diese Farben sind kein Zufall – sie spiegeln Ditzels Leidenschaft für kräftige Töne und ihre Überzeugung, dass Design Emotionen wecken darf.

Als die Bank 1989 auf der Herbst-Ausstellung der dänischen Tischlerinnung erschien, war sie eine Provokation. „Es war wie eine Skulptur – keine klassische Bank“, erinnert sich Thomas Graversen, damaliger Geschäftsführer von Fredericia. Kurz darauf gewann das Möbel Gold in Japan und wurde zum Symbol einer neuen, poetischen Moderne im skandinavischen Design.

Die Wiederauflage entsteht in Kooperation mit A. Petersen – gefertigt in Dänemark, mit derselben Sorgfalt wie vor 35 Jahren. Fredericia bleibt seiner Linie treu: Qualität, Verantwortung, Transparenz. Als B Corp-zertifiziertes Unternehmen verbindet die Marke Designkultur mit sozialer und ökologischer Verantwortung.