Münchner Flughafen setzt auf Holz

Branche, 15.09.25
Claudia Stieglecker
Ende Juli war Spatenstich für die Errichtung eines neuen, zweigeschossigen Winterdienstgebäudes am deutschen Flughafen München – aus Holz.

Das über 2.000 m² große Aufenthaltsgebäude für Winterdienstkräfte wird in einer Holzkonstruktion errichtet und beinhaltet sechs Teeküchen, zwölf Aufenthalts- sowie 41 Ruheräume für rund 300 Personen. Der Neubau wird direkt an den bestehenden Trakt angebunden, der ab April 2026 umfassend energetisch modernisiert wird, informiert der Flughafen.

HÖCHSTER ENERGIEEFFIZIENZSTANDARD

Die Fertigstellung des Baus ist bis Anfang November 2026 geplant, die sanierte Bestandsimmobilie soll bis Mai 2027 wieder in Betrieb gehen. Beide Gebäude erfüllen künftig den höchsten Energieeffizienzstandard: Photovoltaikanlagen und Retentionsdächer leisten zusätzlich einen Beitrag zu den Klimazielen „Net Zero 2035“ der Flughafen München GmbH. Im Rahmen der Aktion sollen die vom Flughafen beeinflussbaren CO2-Emissionen bis zum Jahr 2035 um mindestens 90 Prozent reduziert werden.

„KLIMAWALD“

Zusätzlich zum neuen Holzbauprojekt hat der Flughafen München auch eine regionale „Klimawald“-Initiative gestartet, bei der Wälder aufgeforstet und umgebaut werden, um mehr CO2 zu speichern. Ziel ist es, durch eine langfristige, nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und gleichzeitig die Wälder widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen.