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Ökologisch, effizient, mit Holz

Mitte der neunziger Jahre wurden bei archäologischen Ausgrabungen im Braunkohletagebau Schöningen die ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit entdeckt. Speere und ein Wurfholz lagen zwischen Tierknochen in ehemaligen Seeuferablagerung etwa zehn Meter unter der Geländeoberfläche – in den Folgejahren lieferten umfangreiche Ausgrabungen nach und nach zahlreiche Hölzer aus der Schicht einer ausgehenden Warmzeit vor 300.000 Jahren. Nun wurden erstmals alle Hölzer mit modernen bildgebenden Verfahren wie 3D-Mikroskopie und Mikro-CT-Scanner untersucht.
Die Ergebnisse zeigen eine deutlich umfangreichere und vielfältigere Bearbeitung von Fichten- und Kiefernhölzer als bislang gedacht, informiert die Universität Göttingen. Ausgewählte Holzstämme wurden zu Speeren und Wurfhölzern verarbeitet und zum Fundplatz mitgebracht, während unbrauchbare Geräte vor Ort repariert und recycelt wurden. Die Forschenden konnten an den Hölzern auch erstmals neue Formen der Bearbeitung nachweisen, wie beispielsweise die Spalttechnik: Kleine Spalthölzer wurden zugespitzt, etwa um sie zur Verarbeitung von Jagdbeute zu nutzen.
Die Schöninger Funde zeugten von einer langen Erfahrung in der Holzbearbeitung, technischem Know-how und von komplexen Arbeitsvorgängen, heißt es. Das breite Spektrum an eingesetzten Bearbeitungstechniken sowie die unterschiedlichen Waffen und Geräte des frühen Menschen zeigten die herausragende Bedeutung des Rohstoffes Holz, der sonst so gut wie nie aus dieser Epoche erhalten ist: „Holz war ein entscheidender Rohstoff für die menschliche Evolution.“
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