Auf ein Neues: Waldbier 2026

Branche, 06.07.26
Claudia Stieglecker
Ende Mai wurden im Salzburger Pinzgau die charakteristischen Zutaten für das diesjährige Waldbier der Österreichischen Bundesforste ÖBf geerntet.

Seit 2011 bringen die ÖBf gemeinsam mit Braumeister Axel Kiesbye den Geschmack des Waldes ins Bier. Jede Waldbier-Edition will dabei die Vielfalt der Wälder auf besondere Weise erlebbar machen: von charakteristischen Aromen bis hin zu Einblicken in unterschiedliche Lebensräume und ökologische Zusammenhänge. Heuer stehen die unzähligen Beziehungen, von denen der Wald lebt, im Mittelpunkt – viele davon bleiben auf den ersten Blick verborgen. Eine davon zeigt sich zwischen Fichte und Haarmützenmoos: Während die Fichte die Standortbedingungen prägt, findet das Moos dort ideale Lebensbedingungen. Diese besondere Beziehung steht im Mittelpunkt der Waldbier-Edition 2026, mit der zugleich ein neuer mehrjähriger Waldbier-Zyklus, der den Blick auf Baumpartnerschaften und Waldsymbiosen richtet, startet, informieren die ÖBf.

ZUSAMMENSPIEL

Zwölf Kilogramm Fichtenwipferl und zwei Kilogramm Haarmützenmoos wurden im Mai sorgfältig von Hand gepflückt, die Ernte führte in einen typischen Fichten-Tannenwald auf rund 1.700 Metern Seehöhe. Die jungen Triebe der Fichte – die sogenannten Fichtenwipferl – verleihen dem Waldbier frische, zitronige und leicht säuerliche Aromen. Ergänzt werden die Fichtenwipferl durch Haarmützenmoos, einen typischen Begleiter in fichtenreichen Wäldern. Die Moosart profitiert von den sauren und feuchten Standortbedingungen, die durch Fichtenbestände und ihre Nadelstreu geprägt werden. Haarmützenmoos selbst trägt maßgeblich zur Humusbildung bei und bereitet den Boden für nachfolgende Pflanzen vor.

DER DUFT DES WALDES

Das Moos dient zur Bierklärung, ersetzt einen Teil der für Bier typischen Hopfenbittere und bringt rotfruchtige Nuancen in das Aromenspiel ein. Das Zusammenspiel beider Zutaten verspreche einen komplexen Gesamteindruck, der den Duft des Waldes nach einem Sommerregen ins Glas bringen soll, heißt es. Nach der Ernte werden die Zutaten nun weiterverarbeitet und eingebraut. Wie seine Vorgänger wird die Waldbier-Edition „Fichte – Moos“ in limitierter Auflage hergestellt – wie sich die Aromen von Fichtenwipferln und Haarmützenmoos im fertigen Waldbier entfalten, wird sich bei der Präsentation der Waldbier-Edition 2026 im Herbst zeigen.