Holzpavillon verbindet Industrie und Moderne

Architektur, 16.06.26
Claudia Stieglecker
Im April kommenden Jahres öffnet die Internationale Gartenausstellung IGA 2027 im deutschen Duisburg ihre Tore – zentraler Anlaufpunkt für Gäste wird eine markante Holzkonstruktion sein.

Baustart des Holzpavillons am zentralen Eingangsbereich zum Duisburger Zukunftsgarten RheinPark an der Wanheimer Straße war bereits im heurigen Februar. Die Fertigstellung ist für Herbst geplant, rechtzeitig bis zur Eröffnung der IGA am 23. April 2027 sollen die weiteren Einbauten fertiggestellt sein. Entstehen wird eine rund 60 Meter lange und 20 Meter breite Dachkonstruktion mit etwa 1.200 Quadratmetern Fläche, die vom Duisburger Büro Druschke NxT Architektur entworfen wurde. Besonders auffällig ist dabei das weit gespannte Dach, das lediglich von sechs Stützen getragen wird und dadurch offen, leicht und transparent wirkt.

ZUSAMMENKOMMEN

Gestalterisch will der Pavillon moderne Architektur mit Anklängen an die industrielle Geschichte Duisburgs verbinden. Die Konstruktion aus Brettschicht- und Konstruktionsvollholz greift Bewegung und Offenheit auf: Das Dach verdichtet sich zur Mitte hin und öffnet sich an den Seiten wieder, als Symbol für das Zusammenkommen vieler Menschen. Auch die Gestaltung der späteren Einbauten nimmt Bezug auf die Stadt und den Hafenstandort Duisburg – unter dem Dach entstehen Kassen-, Informations- und Serviceräume, die an Container und Hafenarchitektur erinnern.

NACHHALTIG GEPLANT

Die lichtdurchlässige Dachhaut sorgt tagsüber für eine helle und freundliche Atmosphäre, abends wird der Pavillon durch gezielte Beleuchtung zusätzlich in Szene gesetzt und soll so auch außerhalb der Öffnungszeiten ein markantes Erkennungszeichen im RheinPark werden, heißt es. Die modulare Konstruktion kann nach der IGA 2027 weitergenutzt und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.