Innen und außen grün: Schulerweiterung in Holzmodulbauweise

Technik, 22.04.24
Claudia Stieglecker
In der deutschen Stadt Gießen hat die Schweizer Holzbaufirma Blumer Lehmann im vergangenen Jahr das Landgraf-Ludwig-Gymnasium mit einem dreigeschossigen Holz-Anbau erweitert.

Schnelle Realisierbarkeit, die Verwendung des nachhaltigen Baustoffs Holz und weitere umweltschonende Maßnahmen waren zentrale Aspekte für den Erweiterungsbau des Gymnasiums, der dringend benötigten zusätzlichen Schulraum schaffen sollte, informiert Blumer Lehmann. Mit seiner Bauweise aus wiederverwendbaren Holzmodulen, dem Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadt Gießen, einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung und einem begrünten Dach ist der Neubau wie geplant ökologisch und technisch nachhaltig konzipiert.

VORFERTIGUNG

Die Holzmodule wurden vorgefertigt und je nach Lage im Gebäude bereits weitgehend ausgestattet, etwa mit den Leitungen für Heizung, Lüftung, Elektro und Wasser sowie mit Fenstern und Inneneinrichtungen wie Waschbecken. Wie in einem Baukastensystem wurden die 42 Module innerhalb weniger Tage auf der Baustelle zu einem dreigeschossigen Gebäude zusammengesetzt, das direkt an das bestehende Schulgebäude anschließt.

BEHAGLICHES RAUMKLIMA

Auch die Fassade des Anbaus und viele Oberflächen im Inneren bestehen aus Holz. Darüber hinaus sorgen die sichtbaren Holzoberflächen in den Klassenzimmern und weiteren Schulräumen sowie zusätzliche Lüftungsanlagen und viel Tageslicht für ein angenehmes und behagliches Raumklima. Durch den eingebauten Aufzug und die rollstuhlgerechte Toilette ist der Neubau zudem barrierefrei. Insgesamt bietet der fertige Neubau acht Klassenräume mit je 60 Quadratmetern sowie einen Computerraum mit 90 Quadratmeter Fläche, Sanitär-, Lager und Technikräume.