Modularer Holzwohnbau für neues Quartier

Branche, 11.05.26
Claudia Stieglecker
In unmittelbarer Nähe des Wiener Hauptbahnhofs entsteht das Viertel „Neues Landgut“, das neben Wohnungen auch einen Bildungscampus und Grün- und Freiflächen einschließt.

Mit B.R.I.O. wird dabei ein Bau realisiert, der 176 geförderte Wohneinheiten umfasst. Ziel des Projekts ist es, Wohnraum mit einem sozial, ökonomisch und ökologisch durchdachten Konzept zu verbinden. Die Planung der Wiener Architektenbüros Dietrich Untertrifaller Architekten und PLOV Architekten setzt auf modulare Wohneinheiten, die an die Bedürfnisse der Bewohner:innen angepasst werden können – Apartments für Singles, Familienwohnungen und WGs. Gemeinschaftsräume wie Co-Working-Flächen, Waschsalon oder Kinderspielräume fördern die soziale Interaktion.

RESSOURCENSCHONEND

9.000 m² Wandelemente mit einer Thermokiefer-Fassade inklusive Fenstereinbau sowie 900 blockverleimte Brettschichtholzstützen für den Innenraum und 1.300 tragende Brettschichtholzstützen lieferte Rubner Ingenieurholzbau für den Holz-Hybrid-Elementbau mit einem optimierten Stützraster von 3,20 mal 3,20 Meter. Die Kombination aus Holztragwerk und Decken aus Recyclingbeton ermögliche einen ressourcenschonenden Materialeinsatz und reduzierten die CO₂-Emissionen gegenüber konventionellen Stahlbetonbauten um rund 20 Prozent, heißt es.

NACHHALTIG UND URBAN

Fassaden- und Dachbegrünungen wirken als natürlicher Hitzeschutz im Sommer, während zum Heizen und Kühlen ein energiesparendes Low-Tech-Konzept eingesetzt wird. Das Projekt B.R.I.O. zeige das Potenzial des mehrgeschossigen Holzbaus für die nachhaltige Entwicklung urbaner Wohnquartiere – wirtschaftlich, ressourcenschonend und mit hoher architektonischer Qualität, betont Rubner.