Architektur
Leicht gebaut, groß gedacht

Mit der Eröffnung des Neu- und Zubaus schließe man eines der größten Bau- und Entwicklungsprojekte der jüngeren Geschichte ab, informieren die Elisabethinen Graz. Der Erweiterungsbau schafft Raum für insgesamt 222 Betten statt bisher 187 und ergänzt die bestehenden Gebäude um rund 10.700 Quadratmeter zusätzliche Fläche. Gemeinsam bilden Alt- und Neubau nun ein modernes Krankenhaus mit insgesamt rund 36.000 Quadratmetern Fläche. Mit der Zusammenführung mehrerer Fachbereiche sowie interdisziplinäre multimodale Schmerzmedizin an einem Standort werde zugleich die medizinische Zusammenarbeit weiter gestärkt.
Mit der Zusammenführung mehrerer Fachbereiche sowie interdisziplinäre multimodale Schmerzmedizin an einem Standort werde zugleich die medizinische Zusammenarbeit weiter gestärkt, so die Elisabethinen. Eine besondere Herausforderung stellte die Umsetzung des gesamten Projekts bei laufendem Krankenhausbetrieb dar. Über mehrere Jahre mussten Bauabschnitte, Raumrochaden, technische Arbeiten und Übersiedelungen so koordiniert werden, dass die medizinische Versorgung durchgehend aufrechterhalten werden konnte. Dies habe eine intensive Vorbereitung und ein hohes Maß an Flexibilität von allen Beteiligten gefordert – die erfolgreiche Fertigstellung sei daher nicht nur eine bauliche Leistung aller Verantwortlichen, sondern auch das Ergebnis einer großen gemeinsamen organisatorischen Anstrengung.
Auch architektonisch gehe der Neubau neue Wege, heißt es weiter: Als erstes mehrstöckiges Krankenhaus in Holzbauweise in Österreich setze das Projekt besondere Akzente in den Bereichen Nachhaltigkeit, Aufenthaltsqualität und therapeutische Architektur. Holz wurde dabei nicht nur als konstruktives Baumaterial eingesetzt, sondern bleibt in vielen Bereichen bewusst sicht- und spürbar. Natürliche Oberflächen an Wänden, Decken und Böden prägen die Atmosphäre des Gebäudes.

Die Gestaltung folgt dem Anspruch, ein Krankenhaus nicht ausschließlich als funktionalen Behandlungsort zu verstehen, sondern als Umgebung, die Wohlbefinden, Orientierung und Genesung unterstützt: Ein zentrales Anliegen der Planung war es, Räume zu schaffen, die Geborgenheit vermitteln und zugleich größtmöglichen Raum zur individuellen Entfaltung geben. Damit werde Architektur selbst zu einem Bestandteil des therapeutischen Umfelds, betonen die Elsabethinen.
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