Erster Österreichischer Staatspreis Holzbau vergeben

Branche, 01.06.26
Claudia Stieglecker
In den Wiener Sofiensälen wurden vergangene Woche erstmals herausragende Holzbauten in Österreich mit dem Österreichischen Staatspreis Holzbau ausgezeichnet.

Aus 41 nominierten Projekten, die sich aus den Preisträgerinnen und Preisträgern der zwischen 2023 bis 2025 in allen neun Bundesländern vergebenen Holzbaupreisen ergaben, kürte eine internationale Fachjury drei Hauptpreise und zwei Anerkennungen. Die drei Hauptpreise gingen an die Erweiterung der Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld in Niederösterreich, die Aufstockung der HTL Bau und Design Innsbruck in Tirol und das Rathaus Hohenems in Vorarlberg. Anerkennungen erhielten das Ronald McDonald Haus in Salzburg Stadt und die Schulen Hittisau in Vorarlberg.

WERTSCHÄTZUNG

Die prämierten Projekte setzten neue Maßstäbe für qualitätsvolles, ressourcenschonendes und zukunftsorientiertes Bauen. Sie zeigten, wie Holzbau innovative Lösungen ermöglicht, die architektonisch überzeugen und zugleich einen messbaren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten, so das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft BMLUK. Das Wissen um den Holzbau und die Wertschätzung für diesen Werkstoff seien längst in ganz Österreich angekommen. Sie liefern auf relevante Themen unserer Zeit – Bauen im Bestand, Nachverdichtung, Wohnen, Bauen für die öffentliche Hand – überzeugende, auf Funktion und Standort abgestimmte Antworten, resümiert die Jury.

INNOVATIONSPREIS

Im Rahmen des Staatspreises wurde auch erstmals der Innovationspreis Holz vergeben. Gesucht waren Ideen und Konzepte, die das Potenzial von Holz als zukunftsfähiges, klimagerechtes sowie technisch und gestalterisch vielseitiges Material sichtbar machen. Im Fokus standen Ansätze zur stofflich-mechanischen Nutzung von Holz mit hohem Marktpotenzial. Aus 51 Einreichungen wurden drei Beiträge ausgezeichnet: Ein Projekt von Joanneum Research zu elektrisch leitenden Holzoberflächen durch Atmosphärendruck-Plasma erhielt den ersten Preis, der zweite Preis ging an ein Projekt des Wood Vision Lab mit dem Fokus auf Laubholz als Hochleistungsmaterial, an ein Projekt von Rubner Holzindustrie, Rubner Holzbau, Nordpan und Holzforschung Austria zu einem zweiten Lebenszyklus in der Holzverwertung wurde der dritte Preis vergeben.