„Goldenes“ Holzhäuschen

Architektur, 17.08.26
Claudia Stieglecker
Architekturstudierende der deutschen Hochschule Kaiserslautern haben im Rahmen eines Selbstbauprojekts einen Pavillon aus Holz, Stroh und Sandstein geschaffen.

Das „Golden House“ steht im Pfälzer Wald, im Schweinstal zwischen dichtem Wald und stillen Karpfenweihern. Der Pavillon ist begehbar und soll Besuchenden als wettergeschützter Unterstand dienen. Sein spitzes Dach und die golden schimmernde Strohfassade spiegeln sich im Wasser und setzen einen Akzent im Skulpturenpark, so die Hochschule Kaiserslautern. An dem Projekt arbeiteten rund 30 Masterstudierende, das Golden House entstand in einem Entwurfsstudio und wurde in mehreren Planungs- und Bauphasen umgesetzt.

SCHRITT FÜR SCHRITT

Anfangs wurden Labortests, Detailplanungen und Versuchsaufbauten von Bauteilen an der Hochschule durchgeführt, danach folgten mehrere Bauetappen vor Ort im Schweinstal. Der Einsatz von Stroh, Holz und Sandstein aus der Region soll dabei die gestalterischen und konstruktiven Möglichkeiten biobasierter Baustoffe demonstrieren – die Studierenden erlebten dabei den gesamten Prozess von der Idee bis zur Umsetzung.

ZUKUNFTSORIENTIERTES BAUEN

Studierenden wie Besuchenden des Pavillons soll gezeigt werden, dass mit einfachen Mitteln und natürlichen Baumaterialien inspirierende Räume geschaffen werden können, heißt es. Ziel sei, zirkuläre, ressourcenschonende und postfossile Bauweisen erfahrbar zu machen und damit einen sichtbaren Beitrag zur Bauwende und zu einer zukunftsorientierten, regionalen Baukultur zu leisten.