Wein, Obst und Holz

Branche, 19.05.26
Claudia Stieglecker
Forschung, Ausbildung und Praxis unter einem Dach: Nach 18 Monaten Bauzeit wurde das neue „Zentrum Wein und Obst“ an der HBLA Klosterneuburg im April eröffnet.

Das neue Multifunktionsgebäude „Klosterneuburg ZWO“ am Schulstandort besteht aus insgesamt fünf Geschossen mit sehr differenzierten Nutzungsmöglichkeiten: Auf dem Dach des Neubaus befindet sich ein modernes Forschungsglashaus mit rund 440 m² und außenliegendem Sonnenschutz. Sechs Abteilungen mit unterschiedlichen Klimazonen ermöglichen moderne Forschungsarbeit an Rebenzüchtungen, Pflanzenschutz und biologischer Landwirtschaft. Im Erdgeschoss wird ein öffentlich zugänglicher AbHof-Verkaufsbereich zu finden sein, in dem sowohl Obst und Wein als auch verarbeitete Produkte zum Verkauf angeboten werden.

OBERIRDISCH

Die vier oberirdischen Geschosse des Erweiterungsbaus wurden in konstruktiver Holzbauweise errichtet. Insgesamt 570 m³ Holz kamen für den Bau zum Einsatz. Ein Brückengang im ersten Stock verbindet das neue Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von 4.215 m² mit dem Hauptgebäude. Der Neubau wurde im klimaaktiv Silber Standard errichtet. Eine Regenwasserzisterne mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Litern versorgt die Bewässerung des Glashauses. Zur Beheizung und Versorgung mit Warmwasser wird der bestehende Fernwärmeanschluss am Standort genutzt. Die Errichtung einer PV-Anlage ist in Planung.

NACHHALTIG GESTÄRKT

Zusätzlich befinden sich in dem Gebäude eine Turnhalle mit Zuschauertribüne, die auch als Fest- und Veranstaltungssaal genutzt werden kann. Weitere Unterrichts-, Labor- und Büroräumlichkeiten, ein Weinlager, Präsentationsräume sowie eine Garage und Technikräume im Untergeschoss komplettieren das Raumangebot. Errichtet wurde „Klosterneuburg ZWO“ von der Bundesimmobiliengesellschaft im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft. Rund 25 Millionen Euro investierte das Ministerium in den Erweiterungsbau nach Plänen des Architekturbüros Caspar & Wichert – mit dieser Investition solle der traditionsreiche Bildungs- und Forschungsstandort nachhaltig gestärkt werden, heißt es.